Gedanken zu den internationalen Finanzmärkten

Eigentlich müssten die internationale Finanzmärkte für jeden Ordoliberalen der ersten Stunde, also nicht für die Neu- Ordoliberalen, welche die individuelle Freiheit allem Anschein nach auch wichtiger finden als die Anti- Monopol Einstellung eines Walter Euckens und wohl auch wichtiger als ein lebenswertes Existenzminimum und innere Sicherheit zumindest auf EU- Ebene. Ansonsten würden diese Kreise sich wohl mehr für gemeinsame soziale Netze in der EU und gemeinsame Finanzierung der inneren Sicherheit einsetzen.
Aber zurück zum Thema internationale Finanzmärkte. Wenn man sich da die wichtigsten Akteure anschaut, also diejenigen mit den meisten Assets, fällt auf, dass diese, also Blackrock, State Street, usw … sich auch untereinander besitzen. Außer „The Vanguard Group“ die gehören denen deren Assets sie verwalten. Und diese Finanzfirmen haben fast von allen Aktienunternehmen in der (Kapital- ) freien Welt einen durchaus entscheidenden Aktienanteil.

Wow. Das hört sich für mich jetzt aber doch schon nach einer ziemlichen Machtkonzentration aus.

Was macht man eigentlich, wenn sich die führenden Personen dieser Finanzfirmen untereinander absprechen? Oder wird dies von einer Aufsicht verhindert?
Und wessen Assets verwalten die eigentlich, gibt es da eine Offenlegungspflicht?

Und kann es auch vorkommen, dass die ab und zu nicht nur nach streng markt- ökonomischen Gesichtspunkten entscheiden, sondern Staaten auch mal für eine nicht genehme Politik abstrafen. Als sozial orientierter politisch interessierter Bürger bin ich da schon etwas beunruhigt. Hoffentlich unnötiger Weise. 🙂

Gut wir in Deutschland können und müssen natürlich immer angesichts unserer Geschichte auch mächtigen eventuell nicht ganz so lupenrein sozialen „Global Playern“ gegenüber sagen, dass wir uns natürlich gegenüber sozial schwächeren und anderen Nationen gegenüber sozial und fair verhalten müssen. Alles andere wäre ja eine Katastrophe und würde sich wohl fürchterlich rächen. Aber auf die Idee kommt ja keiner bei uns, oder? Vielleicht nochmal, das ein oder andere schnell prüfen? 🙂

Sozial, Sicher, Standhaft (im Sinne von international bestehen können) je nach innen und außen => Deutschland

So kann und muss es nicht nur auf Grund unserer Geschichte lauten. Und bewusste oder vermeidbare Unkenntnis ist bei unserer Geschichte auch keine gute Idee.

Die deutsche Bevölkerung muss sich endlich für ein wirklich sozialeres und sichereres Europa einsetzen und auch entsprechend Wählen. Alles andere wird sich am Ende wohl rächen. Und für einen angemessenen gemeinsamen demokratisch legitimierten sozialpolitischen Handlungsspielraum sollten wir uns auch einsetzen. Wegschauen ist hier fehl am Platz.